Highland Cattle yummie

Guest Report: Crazy Tasting Session by our Friends

Some days ago, a few slowdrinkers gathered in the Bavarian town of Moosburg for a special dramming session. I am extremely delighted that they sent us their notes – of course partly in pseudo-Tyrolean style :) . Read what Florian J., Heiko B., Kerstin J. and Markus U. had to report (in German this time):

 

Amdue 10.06.2016 trafen wir uns in trauter Viererrunde, um dem König der Getränke zu frönen. Insgesamt standen 18 (!) Drams (1 cl) auf dem Programm, die uns durch den Abend führten und darunter waren so einige, die getrost zum obersten „Ende“ der Whisky-Nahrungskette gezählt werden dürfen.

Nachdem zwei wunderbar kredenzte Grill-Hendl als Grundlage verzehrt waren, konnte es losgehen. Als Stärkung und zur sensorischen Auffrischung für Zwischendurch stand eine wunderbare Tiroler Wurscht- und Kasplattn bereit. Dadurch, dass die Drams auf ca. 1 cl abgestimmt waren und wir der Verkostung sehr viel Zeit und Pausen eingeräumt haben, war das wirklich ambitionierte Unterfangen sowohl in qualitativer als auch quantitativer Hinsicht sehr gut zu bewältigen und eine sensorische Überforderung nicht gegeben.

Hier der Ausfluss unserer subjektiven Eindrücke:

 

1.)   Glenugie 1959-1977, Cadenhead, old brown dumpy bottle, 80° proof

Genial fragiler alter Obstgarten (alles, was heimisches Kernobst so hergibt, dazu Stachelbeere, grüne Banane, etwas Mango); wunderbare Vanille und edle Holznuancen, Assoziationen von alten Mehlsäcken und sommerlichem Getreidefeld, alte Schusterei; alles unglaublich filigran und perfekt verwoben mit toller Süße à ein alter Gentleman aus bester Zeit. Wenngleich nicht grenzenlos breitgefächert und präsent (wie denn auch nach all den Jahrzehnten), ein Erlebnis, weil unwiederbringlich und so sehr auf Understatement!

K: 87    H: 90   M: 89  F: 91    à Schnitt: 89,25

 

2.)   Glenlivet 1939, George JG Smith´s, G&M, Importato da Sestante / Parma, 40%, 75cl

Unglaubliche Mischung aus Exotik und heimischem Obstkorb. Eine wunderbare Süße, die aber so subtil daherkommt, wie eigentlich alles an diesem Dram. Dezente Heidekrautnoten und Sanddorneindrücke, ein perfekter Eichenholzeinfluss mit feiner Vanille, dann auch Leder und dezente Tabaknuancen, Fugde und Honigdrops. Außerdem zeigen sich Kräuternuancen und eine Idee Popcorn. Das alles ist unglaublich samtig und mundschmeichelnd verwoben und wird durchgehend von einer wunderbar zurückhaltenden Idee an Old-Bottle-Aromatik unterlegt. Dennoch überrascht der alte Herr durch eine Präsenz, die man ihn in dem Alter und bei dem Alkoholgehalt gar nicht mehr zugetraut hätte. Einer dieser verlorenen Understatement-Malts, wie es sie heute nicht mehr gibt. Und das Alter lässt einen andächtig werden…

K: 92    H: 92   M: 91  F: 93    à Schnitt: 92

 

 3.)   Glen Grant 21 yo, G&M, 75cl, 40%, screw cap, btl. 1980ies

Deutlicherer Anklang an alter Eiche mit Ihren Bitterstoffen als bei den beiden betagten Vorgängern. Etwas Vanille, Zitrusnuancen, grüner Tee und Malznoten, dazu Milchtoffee und ein dezenter Anklang an Kernobstnoten und exotischen Eindrücken (Mango, Sternfrucht), wie man sie bei älteren Abfüllungen regelmäßig antrifft. Das Ganze aber sicher nicht auf so hohem Niveau wie bei den beiden Vorgängern. Ein unkomplizierter und gut trinkbarer „Alltagswhisky“ (wenn man den Begriff erlaubt…).

K: 85    M: 85  H: 86   F: 86    à Schnitt: 85,5

 

4.)   Tomatin 1964, G&M, 40%, 70cl, “old map label”

Grüner Apfel, dezente Pfirsich- und Mirabellennuancen, feine Orangenzeste, dann eine Art „Mitte“ zwischen Traube und Rosine, Honigmelone und ein feine Malzigkeit. In der Nase zunächst noch ein wenig verschlossen, am Gaumen dann aber eine wunderbar einnehmende Süße, die neben den genannten Fruchtaromen an die berühmten Frühstück-„Honey Smacks“  erinnert. Das Ganze wird durchweg von einer eleganten Frische begleitet, die Assoziationen von der typ. Hochlandluft nach einem Regenguss hervorruft (wer mal die Brennerei samt Umgebung bei entsprechendem Wetter besucht hat, weiß, was gemeint ist J ). Überzeugt insbesondere durch seine einnehmende Süße und sehr feingliedrige Struktur, stößt in Sachen Komplexität und Präsenz aber sicher an seine Grenzen. Wiederum ein unkomplizierter und zu jeder Zeit gefährlich gut trinkbarer Dram…

K: 88    M: 88  H: 88   F: 89    à Schnitt: 88,25

 

5.)   Miltonduff, 1974-1990, Moon Import, “The Birds”, cask 1538, 46%, 75cl

Moon-Import-Bottlings aus der Zeit tritt man ja grds. mit einer höheren Erwartungshaltung gegenüber. Um es kurz zu machen: Diese hier hat uns alle enttäuscht. Sehr überschaubare Komplexität (ein wenig Birne, Mandel, Grünmalznoten, dez. „Seifigkeit“ und sehr zurückhaltend). Im Mund dann sehr kurze Präsenz von einer angenehmen Süße, die dann aber in eine Art „Seifigkeit“ übergeht. Ein Nachklang ist hier leider praktisch nicht vorhanden. Für ein Bottling aus dieser Zeit und in Anbetracht der damit verknüpften Erwartungen leider blass…

K: 80    M: 80  H: 81   F:82     à Schnitt: 80,75

 

6.)   Auchentoshan 1965, OB, 31 yo (dist. 04.11.1965), cask 2510, 45,5%

Unglaubliche Kombination aus feinem vanillegetränkten Eichenholz und Kräuternoten (Liebstöckel, Dill, ein Hauch Rhabarber u.ä.), dazu weiße Schokolade, Traubenzucker- und Gummibärnoten sowie sehr dezenten exotischen Anklängen (Banane, ein Hauch Kokos), dez. Rumkugel, Toffee-Noten und Mandelmilch. Im Hintergrund schwingt immer ein dez. Riesling-Mineralik mit. Das Ganze wirklich schön verwoben und mit einer tollen Süße unterlegt. Ein Whisky mit Alleinstellungsmerkmal, der an und für sich konträr erscheinende Aromen gekonnt verbindet und ein Erlebnis daraus macht. Das muss aber gefallen und wird nicht jedermann begeistern. Er leidet nur am direkten Vergleich zum Nachbarfass, das wir auf dem Slowdrink „Whiskywalk“ verkostet haben. Das hat uns aufgrund seiner ausgeprägteren Komplexität und Exotik von Nase bis Abgang noch mehr überzeugt…

K: 89    M: 91  H: 88   F: 91    à Schnitt: 89,75

 

7.)   Glen Ord, 22 yo, 1962 – 1984, Samaroli „Bouquet“, 58%, 75cl

Eine dieser legendären italienischen Abfüllungen aus der besten Zeit der Whiskygeschichte, die den Erwartungen standhält. Getreide- „Arschbombe“ par excellence (um´s mal auf den Punkt zu bringen). Getränkt in überragende Orangenlikör- und Marillennoten, Honigmet, exotische Mango- und Physalis – Nuancen, dazu alte Leinensäcke, sensationell elegante Malzigkeit und alte Getreidemühle, edelstes Teakholz mit Vanille und wunderbare Old-Bottle-Aromatik. Es gibt sicher noch breitgefächerte Malts, aber dieser ist in Sachen Struktur und Machart wirklich sensationell und ein Musterbeispiel für die legendären alten Samaroli– Abfüllungen. „Ab-Ord-ig“ sozusagen… Fazit: Mehr Mut zum Ord!

K: 93    M: 92  H: 93   F: 93    à Schnitt: 92,75

 

8.)   Clynelish, 33 yo, 1973 – 2007, Signatory “Cask Strength Collection”, cask 8915, 54,4%

Eines der Nachbarfässer des durch Serge Valentin so „gehypten“ Cask 8912. Bereits in der Nase wirklich überzeugend und charakteristisch. Wunderbare Vanillenoten, ein süß-saurer Einschlag an grünem Apfel, grüner Banane, Bienenwachskerze, dann Anklänge von alter „Broraness“ (um o.g. Serge Valentin zu zitieren), wenngleich auch sehr dezent und auf Understatement, mit altem Bulldogschuppen und Assoziationen eines entfernten Bauernhofs, Heu, dazu Orangen- und Zitronenschale, tolle Heide-„Krautigkeit“ und ganz entfernt eine wunderbare Atlantikbrise sowie subtile Raucheindrücke. Der gesamte Auftritt wird im Mund durch eine geniale Öligkeit auf Honigwachs-Basis getragen, was die Komplexität nochmals steigert. Ein wirklich hervorragender Clynelish, der alle Charakteristika aufweist, die man an der Brennerei nur so lieben kann. Wenn man sich vor Augen führt, dass es aus der Zeit noch deutlich bessere Vertreter gibt, wird einem schnell klar, in welcher Liga diese alten Clynelish-Bottlings spielen…

K: 94    H: 94   M: 92  F: 92    à Schnitt: 93

9.)   Glenglassaugh, 1972 – 2012, cask 2896 for Caminneci / Germany, 57,5%

Fruchtkompott (heimische und exotische Früchte), Vanille, Kiwi, Bananen, weiße Schokolade, dazu eine feingliedrige Kräuternote und subtile Eichenholztöne. Das Ganze aber – im Vergleich zum Zeitpunkt, als wir ihn 2012 zum ersten Mal probiert haben – irgendwie recht kurz und flach. Enttäuschend. Alle hatten die Abfüllung als komplexe Fruchtexplosion in Erinnerung. Vielleicht lag´s am Sample, vielleicht hatten wir einfach an dieser Stelle auch nur einen schlechten Moment. Insofern darf man dem Dram nicht zu viel Unrecht tun. Wir werden Ihn an anderer Stelle aus der frisch geöffneten Großflasche heraus nochmal nach verkosten….

Insofern hier mal keine Wertung (die wäre bei uns vieren durchweg an der Stelle ggü. dem Tasting von 2012 unterirdisch ausgefallen) ….

 

10.) Irish Single Malt Whiskey 1991 (10/91 – 10/15), Whisky Doris „The Nose Art“, cask 8533, 48,5%

Hubba-Bubba Fruchtbombe (mit Ananas, Pfirsich, Banane, Birne, Melone, Stachelbeere, Sternfrucht),  alles mit feiner Fruchtsäure unterlegt; dazu ein Hauch Zimt,  frisch geschnittene Holzplanken und Anklänge eines weit entfernten ausgebrannten Lagerfeuers. Alles in wunderbar abgestimmter Kombination aus süß-säuerlichem Milieu. Unerwartet komplex und überzeugend. Hervorragend!

K: 92    M: 91  H: 90   F: 91    à Schnitt: 91

 

11.) Irish Single Malt Whiskey, 26 yo, 1988 – 2015, The Whisky Agency “The Perfect Dram”, 50,7%

Um es kurz zu machen: Ebenso eine Fruchtbombe, aber etwas zurückhaltender in der Nase, dafür etwas mehr Präsenz (Malzeindrücke, Dextrosefrucht) im Geschmack. Ansonsten ein Niveau mit dem Vorgänger und wiederum absolut überzeugend und ein Erlebnis. Zwei wirkliche Gewinner aus der aktuellen Whiskywelt….

K: 92    M: 91  H: 91   F: 91    à Schnitt: 91,25

 

12.) Blair Atholl 23 yo, 1966 – 1990, Cadenhead, 57,1%

Wunderbare “Krautigkeit”, dezente heimische Gartenkräuter (ein Hauch an Jägermeister, zumindest was die Gewürz- und Kräuteranklänge anbetrifft), Grünobst, Stachelbeere und Sternfrucht, dazu Vanillenoten, alter Getreidespeicher, Honigdrops und entfernte Küstenbrise; toller, süß-öliger Auftritt im Mund, eine wunderbare Welle an feingliedrigen maritimen Anklängen, Süßholz, etwas Wacholder, Honigmet und immer wieder die sehr dezenten Kräuter- und Getreideeindrücke. Es gibt sicher noch komplexere und charaktervollere Vertreter aus der Zeit, dieser überzeugt aber durch die eigenständige Charakteristik (sowas bekommt man heute nicht mehr ins Glas). Ein Malt mit Kanten und Ecken, der verstanden werden will. Dabei aber sehr gut trinkbar…

K: 88    M: 88  H: 88   F: 89    à Schnitt: 88,25

 

13.) Macallan 10 yo, “Full Proof”, OB, Giovinetti & Figli / Milano, 57%, 75 cl (btl. 1980ies)

Hier kann man sich kurz halten:

Alter Sherrygigant, mit allem, was dunkle, eingekochte Früchte nur so hergeben. Dunkelste Fruchtemulsion, Rumtopf, Orangenzeste, Süßkirschen, karamellisierter brauner Zucker, sensationelle „Herrenzimmer-Aromatik“ (Tabakbox, Lederbände, Edelholzboden) u.s.w.. Sensationell und ein Musterbeispiel für die alten Benchmark-Macallan. Punkt.

K: 95    M: 94  H: 95   F: 94    à Schnitt: 94,5

 

14.) Springbank 30 yo, OB, Millennium Edition, 46% (btl. 1999/2000)

Alter, genialer Sherry Springer. Feingliedriger als der Macallan mit 57%. Immens mundschmeichelnde Süße aus dunkelsten Sherryfässern. Wellen an dunklen Früchten, wiederum wunderbare Herrenzimmer-Eindrücke (Tabak, Leder, Edelholz), dabei aber dezenter und weniger intensiv akzentuiert. Mehr rote Beeren, eine Idee an Erdbeer-Vanille Marmelade, weiter entfernt ein Hauch an Kokos und ganz subtile springbanktypische Küsten-Aromatik (aber nicht so genial ausgeprägt wie bei den legendären noch älteren Abfüllungen, die ferner diese einmaligen metallischen Noten,  massenhaft Kokos und sogar Edelschinken aufweisen). Wenn er auch nicht an die Größe und Komplexität der ganz alten Vertreter aus Anfang und Mitte der 60er heranreicht, handelt es sich dennoch um einen in sich perfekt strukturierten Malt, in den man sich verlieben muss, weil er so unglaublich süffig ist.

K: 95    M: 94  H: 95   F: 94    à Schnitt: 94,5

 

15.) Tobermory 1972, 33 yo, Moon Import, cask 9, 49%

Unfassbar komplexer Inselmalt! Konzentrierteste dunkle Früchte (volle Sherry-Breitseite an Süß- u. Sauerkirschen, Pflaumen, Blaubeeren), Schießpulver- u. Schwefelnoten in elegantester Form (wenn sowas überhaupt geht), kandierte Orangen und Rumrosinen, Menthol, Lampenöl, Lederband, staubiges Holzregal, Holzpolitur, dazu ein wunderbarer Hauch an subtilen maritimen Anklängen (Seeluft) und einer Rauchigkeit, die feiner nicht strukturiert sein könnte. Das alles ist unglaublich mundschmeichelnd ölig verwoben und weißt eine geniale Süße auf….

Ein überragender Tobermory aus dem besten Jahrgang überhaupt !

K: 94    M: 95  H: 94   F: 95    à Schnitt: 94,5

 

16.) Ardbeg 1972 – 2003, 30 yo, OB, cask 2782 (Bourbon), 49,9%

Wahrlich küstenpornografisch! (Pit: love the term!!!) Wenn man Geschmack malen könnte, wäre das Bild Islay in einem Bilderrahmen. Wirklich alles, was nur die großen alten Vertreter aus den 70er zu bieten haben. Eine unglaublich harmonische Konzentration an genialer jodiger Küstenaromatik, mit sensationell phenolisch-medizinischer Umrahmung (Hafendock und aufgeheizter Teerbelag schwingen im Hintergrund immens elegant mit). Absolut genial verflochtene Struktur. Dazu eine einnehmende ölige Süße, aus wunderbaren Bourbonfass-, Zitrusfrucht-, Honigmet- und Vanille-Tönen,  hellen Beeren (Stachelbeeren, eine Idee grüne Weintrauben, grünen Birnen und Äpfeln) und sogar einem Anklang an Marzipan. Wirklich beeindruckend. Und das war noch nicht mal der Beste der insgesamt letzten drei Ardbegs, die sich in Struktur und Geschmack jedoch auf höchstem Niveau sehr stark ähneln…

K: 90    M: 93  H: 92   F: 93    à Schnitt: 92

 

17.) Ardbeg 1973 – 2000, 27 yo, Kingsbury “Celtic Series”, 47,4% (Bourbon)

Kurz und knapp: nochmal eine Steigerung zum Vorgänger. Sehr ähnliche Geschmacks- und Aromenstruktur nur noch eine Stufe subtiler, filigraner und eleganter, was die Komplexität nochmals steigert. Etwas weniger „Islay-Robustheit“, komplexer strukturierte Rauchigkeit, allerdings genauso jodig und zitruslastig mit noch stärkerer und eleganterer Akzentuierung der bereits unter 16.) genannten fruchtigen Komponenten. Insgesamt geschmacklich noch einnehmender und süßer. Kommt einfach als noch größerer Gentleman daher…

K: 92    M: 94  H: 93   F: 94    à Schnitt: 93,25

 

18.) Ardbeg 1974 – 2000 , 26 yo, Kingsbury “Celtic Series”, 50% (Bourbon)

Aus unserer Sicht der Beste der herausragenden letzten drei Ardbegs. Die Grundstruktur wurde bereits unter 16.) und 17.) genannt (sie ähneln sich alle drei wirklich enorm!). Die genannten jodig-phenolisch-rauchigen Komponenten sind jedoch noch einen Tick filigraner strukturiert. Etwas weniger Torf-Breitseite, dafür etwas mehr an edler Malzigkeit, die an frisches sommerliches Getreide erinnert. Mehr Kernfrucht (insb. Pfirsich, helle Weintrauben, Birnen), noch einen Tick mehr von dieser sensationell öligen Süße, die irgendwie Assoziationen von mit Honigmet getränktem Treibholz weckt (J).  Der Rauch wirkt verspielter, wie eine entfernte Torfglut, die langsam am verglimmen ist. Unfassbare Komplexität und Struktur. Ein perfektes Beispiel, wie genial ein Destillat seine robuste Herkunftsregion repräsentieren und zugleich so unglaublich mundschmeichelnd und filigran sein kann.

Ein würdiger Abschluss eines wirklich denkwürdigen Abends….

K: 95    H: 95   M: 95  F: 95    à Schnitt: 95

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Anmerkung zum Schluss:

Die Geschmackseindrücke sind lediglich Ausfluss unserer sicher beschränkten subjektiven Sichtweise. Dass es sicher haufenweise Personen gibt, die in Sachen Sensorik und Bewertung zu einem ganz anderen Ergebnis kommen, ist logisch und auch gut so. Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Wir haben versucht, die Drams – so weit das möglich ist – in ihrer Struktur und Machart weitestgehend für sich alleine zu bewerten, ohne sekündlich eine Schablone daneben zu legen, wie denn diese und jene Abfüllung derselben Brennerei aus diesem und jenem Jahrgang wohl dagegen abschneiden würde. Bei manchen Abfüllungen ist ein solcher Vergleich als Referenzgrundlage aber durchaus sinnvoll und war ja auch (siehe Line up – Ardbeg!) bewusst so gewählt.

Auf jeden Fall haben wir uns dabei nicht zu wichtig genommen und vielmehr Genuss und Beisammensein im slowdrink´schen Sinne den Vorzug eingeräumt…

Slainté !

(Beitrag von Florian J.)

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